Gehaltserhöhung 2026: Brutto- und Netto-Plus vergleichen
Vergleichen Sie altes und neues Monatsbrutto einschließlich Prozentsteigerung, Jahresdifferenz und voraussichtlichem Netto-Plus. Die laufende Lohnsteuer wird mit dem amtlichen BMF-Programmablaufplan 2026 berechnet.
Zuletzt aktualisiert am 13. September 2026
Vergleich
alt gegen neu
Zeitraum
Monat + Jahr
Lohnsteuer
BMF-PAP 2026
Standard
Steuerklasse I
Vergleich 2026
Netto ist eine Monatsprognose
Mehr Netto pro Monat
0,15 €
0,20 € mehr brutto
Erhöhung
5,00 %
Mehr brutto/Jahr
2,40 €
Neues Jahresbrutto
50,40 €
Neues Monatsnetto
3,31 €
So nutzen Sie den Rechner
- 1Ausgangswerte eintragenÜbernehmen Sie die Beträge und Zeitangaben aus Vertrag, Abrechnung, Buchhaltung oder Steuerunterlagen.
- 2Rechtliche Variante prüfenWählen Sie die Berechnungsart, die zum Sachverhalt und zum maßgeblichen Zeitraum passt.
- 3Zwischenergebnisse lesenPrüfen Sie Bemessungsgrundlage, Satz, Begrenzung und Zeitraum einzeln, bevor Sie das Endergebnis verwenden.
- 4Nachweise abgleichenVergleichen Sie das Ergebnis mit den Originalbelegen und dokumentieren Sie Abweichungen für Lohnbüro oder Steuerberatung.
Gehaltserhöhung-Rechner: Rechtsgrundlage und Berechnung
Der laufende Lohnsteuerabzug richtet sich nach § 39b EStG und dem amtlichen Programmablaufplan 2026. Sozialversicherungsbeiträge werden nur bis zu den jeweiligen Beitragsbemessungsgrenzen erhoben, weshalb das Netto-Plus nicht bei jedem Gehaltsniveau gleich ausfällt. Der Rechner bildet die gesetzliche Grundrechnung für 2026 ab und zeigt die verwendete Bemessungsgrundlage getrennt vom Ergebnis. Dadurch lässt sich erkennen, ob eine Grenze greift oder ein Betrag nur zeitanteilig zählt.
Die Bruttoerhöhung ist neuer Monatslohn minus alter Monatslohn. Der relative Zuwachs teilt diese Differenz durch das alte Brutto. Für den Nettovergleich werden beide Gehälter mit identischen persönlichen Merkmalen abgerechnet; die Differenz der beiden Nettowerte ist das zusätzliche Monatsnetto.
| Größe | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Monatsplus | neu − alt | 200 € |
| Prozentplus | Plus / alt × 100 | 5 % |
| Jahresplus | Monatsplus × 12 | 2.400 € |
| Netto-Plus | Netto neu − Netto alt | individuell |
Übernehmen Sie keinen Wert ungeprüft aus einer Vorjahresabrechnung. Eine gesetzliche Grenze kann sich zum 1. Januar ändern, während ein Vertrag oder Tarifvertrag einen abweichenden Abrechnungszeitraum nutzt. Für die allgemeine Steuerwirkung hilft der Einkommensteuer-Rechner; laufende Lohnabzüge lassen sich mit dem Brutto-Netto-Rechner vergleichen.
Formel und vollständiges Rechenbeispiel
Steigt das Monatsbrutto von 4.000 € auf 4.200 €, beträgt die absolute Erhöhung 200 € und die relative Erhöhung 200 / 4.000 × 100 = 5 %. Über zwölf Monate steigt das garantierte Jahresbrutto von 48.000 € auf 50.400 €, also um 2.400 €.
Bei Steuerklasse I berechnet das Tool beide Monatsabrechnungen nach demselben 2026-Stand. Der Nettozuwachs ist kleiner als 200 €, weil auf den Mehrbetrag Lohnsteuer und Sozialversicherung entfallen. Oberhalb einer Beitragsbemessungsgrenze kann sich die Nettoquote des zusätzlichen Euros verändern.
Das Beispiel trennt bewusst Eingabe, Zwischensumme und Ergebnis. Genau diese Trennung ist bei Centdifferenzen hilfreich: Eine Abrechnung kann jeden Monatsbetrag runden, während eine Jahresrechnung erst die Summe rundet. Bei zwölf Monaten können dadurch wenige Euro Differenz entstehen, ohne dass der verwendete Prozentsatz falsch ist.
Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Eingabe brutto, netto oder eine steuerliche Bemessungsgrundlage bezeichnet. Ein Bruttobetrag enthält noch Abgaben; ein Nettobetrag ist bereits vermindert. Bei Umsatzsteuer bezeichnet „netto“ dagegen regelmäßig den Betrag ohne Umsatzsteuer. Der Prozentrechner hilft beim unabhängigen Nachrechnen einzelner Sätze.
Welche Angaben in die Eingabefelder gehören
Verwenden Sie nach Möglichkeit Werte aus demselben Zeitraum. Ein Monatsbetrag darf nicht mit einer Jahresgrenze verrechnet werden, bevor eine Seite auf Monate oder Jahre umgerechnet wurde. Bei einem Jahreswert von 48.000 € entspricht der Monatswert 4.000 €; eine bloße Eingabe von 48.000 in ein Monatsfeld würde das Ergebnis verzwölffachen.
Variable Zahlungen gehören nur in die Bemessungsgrundlage, wenn die jeweilige Vorschrift sie einbezieht. Überstunden, Einmalzahlungen, steuerfreie Erstattungen und Sachbezüge werden rechtlich unterschiedlich behandelt. Der Rechner schätzt keine fehlenden Vertragswerte. Wenn eine Eingabe nicht belegt ist, rechnen Sie mehrere dokumentierte Szenarien und kennzeichnen Sie sie als Annahme.
Negative Beträge sind in den meisten Eingabefeldern ausgeschlossen. Eine Erstattung oder Gutschrift erscheint stattdessen als eigenes Zwischenergebnis. Leere oder ungültige Eingaben führen zu einem Gedankenstrich, damit kein scheinbar exakter NaN- oder Nullwert entsteht. Geldwerte werden mit zwei Nachkommastellen ausgegeben; Prozentsätze bleiben so genau, wie es der Rechenweg erfordert.
Für Arbeitszeitwerte zählen tatsächlich vergütete Tage oder Stunden. Kalendertage, Arbeitstage und Urlaubstage sind nicht austauschbar. Bei einer Fünf-Tage-Woche haben 13 Wochen typischerweise 65 Arbeitstage; Feiertage, Krankheit oder ein wechselnder Dienstplan können den individuellen Nenner verändern. Nutzen Sie ergänzend den Arbeitstage-Rechner.
Häufiger Fehler, Grenzen und Sonderfälle
Häufiger Fehler: Nur den Prozentwert des Bruttos zu betrachten und daraus denselben Prozentsatz beim Netto zu erwarten. Abgaben sind progressiv oder gedeckelt; außerdem können Sonderzahlungen, Kirchensteuer, Kinder und Krankenkassen-Zusatzbeitrag den individuellen Vergleich verschieben.
Eine Obergrenze begrenzt den abziehbaren oder begünstigten Betrag, sie ersetzt keine Anspruchsvoraussetzung. Umgekehrt bedeutet ein Ergebnis unterhalb der Grenze nicht automatisch, dass das Finanzamt oder der Arbeitgeber den Betrag anerkennen muss. Beruflicher Anlass, tatsächliche Zahlung, Zeitraum und Beleg müssen zusätzlich feststehen.
Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und Arbeitsverträge können günstigere Ansprüche vorsehen, soweit das Gesetz dies zulässt. Der Rechner zeigt den gesetzlichen Kern oder den eingegebenen Vertragssatz. Er beurteilt keine Tarifbindung, Ausschlussfrist oder arbeitsvertragliche Bezugnahmeklausel. Gerade kurze tarifliche Ausschlussfristen können wichtiger sein als die rechnerische Höhe.
Bei verbundenen Sachverhalten darf derselbe Aufwand nicht doppelt angesetzt werden. Eine steuerfreie Arbeitgebererstattung mindert regelmäßig den eigenen Werbungskostenabzug. Eine bereits in der Lohnabrechnung enthaltene Zahlung darf nicht nochmals zum Brutto addiert werden. In der Buchhaltung müssen Vorsteuer, Betriebsausgabe und Abschreibung ebenfalls getrennt bleiben.
Dokumentieren Sie Sonderfälle in einer kurzen Notiz: Datum, Betrag, Rechtsgrund, Quelle und Rechenschritt. Das erleichtert Rückfragen und verhindert, dass eine vorläufige Zahl später als endgültiger Anspruch behandelt wird. Für Fristen kann zusätzlich der Fristenrechner verwendet werden.
Steuerliche Wirkung und Liquidität richtig einordnen
Ein Abzug von 1.000 € führt nicht zu 1.000 € weniger Steuer. Die tatsächliche Entlastung hängt vom Grenzsteuersatz ab. Bei 30 % Grenzsteuersatz entsprechen 1.000 € zusätzlicher Werbungskosten oder Betriebsausgaben grob 300 € Einkommensteuerwirkung; Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und Kirchensteuer können das Ergebnis verändern.
Bei Arbeitnehmern wirkt ein Betrag erst, soweit die gesamten Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag überschreiten oder als Freibetrag im Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden. Eine Ausgabe kann deshalb steuerlich anzuerkennen sein, ohne dass sie im laufenden Monat sichtbar mehr Netto erzeugt. Die endgültige Wirkung ergibt sich häufig erst aus der Einkommensteuerveranlagung.
Unternehmen müssen zwischen Aufwand, Zahlung und Steuerfälligkeit unterscheiden. Eine Abschreibung verteilt Anschaffungskosten auf Jahre, obwohl der Kaufpreis sofort abfließt. Eine Umsatzsteuerzahllast kann entstehen, obwohl eine Kundenrechnung noch nicht bezahlt wurde, sofern Sollversteuerung gilt. Planen Sie das Ergebnis deshalb zusammen mit dem Zahlungszeitpunkt.
Eine Netto-Prognose kann persönliche Merkmale wie Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse oder weitere Einkünfte nur abbilden, wenn sie abgefragt werden. Wo der Rechner eine pauschale Steuerwirkung zeigt, ist sie ausdrücklich als Szenario bezeichnet. Für eine vollständige Monatsabrechnung verwenden Sie den Brutto-Netto-Rechner.
Besondere Abgrenzungen für diesen Rechner
Für eine Gehaltsverhandlung sollten Grundgehalt, garantierte Sonderzahlungen und variable Vergütung getrennt verglichen werden. Eine Erhöhung des Monatsgehalts um 200 € liefert 2.400 € mehr Jahresgrundgehalt. Fällt dafür ein bisheriger Bonus von 3.000 € weg, sinkt das garantierte Gesamtpaket dennoch um 600 €. Ebenso können Wochenarbeitszeit, Urlaubstage, betriebliche Altersversorgung und Sachbezüge den wirtschaftlichen Wert verändern.
Die Steuerklasse verändert den laufenden Abzug und damit das angezeigte Monatsnetto, aber nicht allein die endgültige Jahreseinkommensteuer. Ehepaare sollten eine Erhöhung deshalb nicht ausschließlich anhand des Netto-Unterschieds einer einzelnen Steuerklasse bewerten. Kirchensteuer, Kinderfreibeträge, ein individueller Freibetrag und der Zusatzbeitrag der Krankenkasse können weitere Abweichungen erzeugen.
Vergleichen Sie zusätzlich den effektiven Stundenlohn. Steigt das Monatsbrutto um 5 %, während die Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden steigt, fällt der Stundenlohn rechnerisch. Dokumentieren Sie deshalb immer altes und neues Jahresbrutto, Jahresarbeitsstunden und garantierte Nebenleistungen.
Notieren Sie für die abschließende Prüfung neben jedem Eingabewert den zugehörigen Beleg und Zeitraum. So bleibt erkennbar, ob eine Zahl aus Vertrag, Rechnung, Stundenaufzeichnung oder Steuerkonto stammt. Ändert sich nur eine Annahme, rechnen Sie dieses Szenario separat; überschreiben Sie keine bereits dokumentierte Ausgangsrechnung.
Belege, Kontrolle und Nutzung des Ergebnisses
Bewahren Sie Verträge, Rechnungen, Zahlungsnachweise, Arbeitszeitaufzeichnungen und Berechnungsblätter gemeinsam auf. Ein Kontoauszug belegt die Zahlung, aber nicht immer den beruflichen Anlass. Eine Rechnung belegt den Leistungsinhalt, aber ohne Zahlungsnachweis nicht zwingend den Geldabfluss. Für Lohnansprüche sind Dienstpläne und Abrechnungen zusammen aussagekräftiger als eine einzelne Stundenliste.
Vergleichen Sie das Rechnergebnis in drei Schritten: Zuerst muss die Bemessungsgrundlage stimmen, dann der Satz oder Tagessatz, zuletzt die Begrenzung. Weicht schon die Grundlage ab, bringt eine Diskussion über Rundungscent nichts. Stimmen Grundlage und Satz, prüfen Sie Beginn, Ende und Zahl der berücksichtigten Monate, Tage oder Stunden.
Das Ergebnis eignet sich für eine Plausibilitätsprüfung und zur Vorbereitung eines Gesprächs mit Lohnbüro, Finanzamt oder Steuerberatung. Es ersetzt keine Vertragsauslegung und keine verbindliche Steuerberechnung. Bei größeren Investitionen, rückwirkenden Lohnansprüchen oder mehreren Veranlagungsjahren sollte die Berechnung anhand der Originalvorschriften dokumentiert werden.
Speichern Sie neben dem Ergebnis auch den Berechnungsstand 2026. Wird die Rechnung später wiederholt, lassen sich Änderungen an Grenzbeträgen und Eingaben auseinanderhalten. Verknüpfte Themen finden Sie im Einkommensteuer-Rechner und im Stundenlohn-Rechner.
Häufige Fragen
Wie genau ist der Gehaltserhöhung-Rechner?
Kann ich Monats- und Jahreswerte mischen?
Warum weicht das Ergebnis von einer Abrechnung ab?
Ist das Ergebnis brutto oder netto?
Welche Belege sollte ich aufbewahren?
Gilt die Rechnung auch für frühere Jahre?
Ersetzt der Rechner Steuerberatung oder Rechtsberatung?
Quellen & Rechtsgrundlagen
- § 39b EStG – Lohnsteuer — Bundesministerium der Justiz · geprüft am 13. September 2026
- § 32a EStG – Einkommensteuertarif — Bundesministerium der Justiz · geprüft am 13. September 2026
- Programmablaufplan Lohnsteuer 2026 — Bundesministerium der Finanzen · geprüft am 13. September 2026
Die Ergebnisse dieses Rechners sind unverbindlich und ersetzen keine individuelle Beratung. Rechenstand 2026.
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