Entnahmeplan-Rechner: Wie lange reicht das Kapital?
Simulieren Sie monatliche Entnahmen zu Periodenbeginn, eine jährliche Steigerung und eine selbst gewählte gleichmäßige Rendite über bis zu 80 Jahre.
Zuletzt aktualisiert am 13. September 2026
Takt
monatlich
Dynamik
jährlich
Rendite
eigene Annahme
Ausgabe
Reichweite
Kapitalentnahme
Kapital reicht
23,7 Jahre
0,00 € Restkapital im Modell
Startkapital
300.000,00 €
Erste Monatsentnahme
1.200,00 €
Gesamt entnommen
429.801,40 €
Rendite-Annahme
3,00 %
Tabelle kann seitlich verschoben werden.
| Jahr | Startwert | Entnahme | Modellrendite | Endwert |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 300.000,00 € | 14.400,00 € | 8.888,63 € | 294.488,63 € |
| 2 | 294.488,63 € | 14.688,00 € | 8.716,27 € | 288.516,90 € |
| 3 | 288.516,90 € | 14.981,76 € | 8.529,82 € | 282.064,96 € |
| 4 | 282.064,96 € | 15.281,40 € | 8.328,66 € | 275.112,23 € |
| 5 | 275.112,23 € | 15.587,02 € | 8.112,18 € | 267.637,38 € |
| 6 | 267.637,38 € | 15.898,76 € | 7.879,71 € | 259.618,32 € |
| 7 | 259.618,32 € | 16.216,74 € | 7.630,59 € | 251.032,17 € |
| 8 | 251.032,17 € | 16.541,07 € | 7.364,11 € | 241.855,21 € |
| 9 | 241.855,21 € | 16.871,90 € | 7.079,56 € | 232.062,88 € |
| 10 | 232.062,88 € | 17.209,33 € | 6.776,18 € | 221.629,73 € |
| 11 | 221.629,73 € | 17.553,52 € | 6.453,20 € | 210.529,41 € |
| 12 | 210.529,41 € | 17.904,59 € | 6.109,82 € | 198.734,64 € |
| 13 | 198.734,64 € | 18.262,68 € | 5.745,20 € | 186.217,16 € |
| 14 | 186.217,16 € | 18.627,94 € | 5.358,48 € | 172.947,70 € |
| 15 | 172.947,70 € | 19.000,49 € | 4.948,76 € | 158.895,97 € |
| 16 | 158.895,97 € | 19.380,50 € | 4.515,13 € | 144.030,60 € |
| 17 | 144.030,60 € | 19.768,11 € | 4.056,63 € | 128.319,12 € |
| 18 | 128.319,12 € | 20.163,48 € | 3.572,27 € | 111.727,91 € |
| 19 | 111.727,91 € | 20.566,75 € | 3.061,02 € | 94.222,18 € |
| 20 | 94.222,18 € | 20.978,08 € | 2.521,82 € | 75.765,92 € |
| 21 | 75.765,92 € | 21.397,64 € | 1.953,57 € | 56.321,85 € |
| 22 | 56.321,85 € | 21.825,60 € | 1.355,15 € | 35.851,41 € |
| 23 | 35.851,41 € | 22.262,11 € | 725,36 € | 14.314,66 € |
| 24 | 14.314,66 € | 14.433,93 € | 119,27 € | 0,00 € |
| 25 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| 26 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| 27 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| 28 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| 29 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| 30 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
So nutzen Sie den Rechner
- 1Kapital erfassenTragen Sie den zum Start verfügbaren Anlagebetrag ein.
- 2Entnahme festlegenWählen Sie erste Monatszahlung und jährliche Steigerung.
- 3Rendite testenRechnen Sie mehrere Netto-Renditeannahmen.
- 4Reichweite prüfenVergleichen Sie Aufbrauchzeit und Restkapital.
Wie funktioniert der Entnahmeplan?
Zu jedem Monatsbeginn wird die gewünschte Zahlung aus dem vorhandenen Kapital entnommen. Danach wird das verbleibende Kapital mit einem Zwölftel der eingegebenen Jahresrendite verzinst. Zu jedem neuen Jahr steigt die Monatsentnahme um die gewählte Dynamik.
Ist das Kapital kleiner als die gewünschte Rate, wird nur der Rest entnommen. Der Rechner meldet dann die rechnerische Reichweite. Bleibt nach der Planungsdauer Kapital übrig, ist die Reichweite mindestens so lang; sie wird nicht unbegrenzt fortgeschrieben.
Rendite, Inflation und Steuern trennen
Die Rendite ist eine Modellannahme. Verwenden Sie möglichst eine Rendite nach laufenden Kosten. Steuern hängen von realisierten Erträgen, Einstandswerten, Pauschbetrag, Teilfreistellung und Depotstruktur ab. Eine pauschale Nachsteuerquote kann den Verlauf nur annähern.
Eine jährliche Entnahmesteigerung kann Inflation abbilden. Zwei Prozent Dynamik bedeutet aber nicht, dass die tatsächliche Inflation exakt zwei Prozent beträgt. Rechnen Sie eine höhere Dynamik oder niedrigere Rendite als Belastungstest.
Beispiel: 300.000 Euro und 1.200 Euro im Monat
Bei 300.000 Euro Startkapital und 1.200 Euro erster Monatsentnahme werden im ersten Jahr 14.400 Euro entnommen. Eine Rendite von drei Prozent wirkt nur auf das jeweils verbleibende Kapital. Bei zwei Prozent Dynamik steigt die Monatsrate im zweiten Jahr auf 1.224 Euro.
Der Verlauf zeigt je Jahr Startwert, Summe der Entnahmen, Modellrendite und Endwert. Rechnen Sie denselben Plan mit einem Prozent Rendite und drei Prozent Dynamik. Die Differenz zeigt, wie empfindlich die Reichweite auf langfristige Annahmen reagiert.
Reihenfolgerisiko im Ruhestand
Eine gleichmäßige Durchschnittsrendite verdeckt Kursschwankungen. Starke Verluste zu Beginn einer Entnahmephase sind besonders schädlich, weil anschließend weniger Kapital an einer Erholung teilnimmt. Dieses Reihenfolgerisiko bildet das konstante Modell nicht ab.
Liquiditätsreserve, sichere Renteneinkünfte und flexible Entnahmen können das Risiko verringern. Eine feste Rate ist leichter planbar, eine prozentuale oder regelbasierte Entnahme kann sich stärker an den Depotwert anpassen. Prüfen Sie mehrere Wege.
Kapitalerhalt und typische Fehler
Eine rechnerisch unendliche Reichweite ist keine Garantie für Kapitalerhalt. Sie bedeutet nur, dass das Kapital innerhalb der eingegebenen Jahre nicht aufgebraucht wurde. Rendite kann negativ sein, Kosten können steigen und Entnahmen können höher ausfallen.
Häufig werden nominale Entnahmen mit einem realen Renditesatz kombiniert oder Steuern doppelt abgezogen. Halten Sie Preisbasis und Renditeart konsistent. Eigene Einzahlungen nach Beginn, große Einmalentnahmen und unregelmäßige Zahlungen brauchen einen individuellen Zahlungsplan.
Entnahmeplan: Annahmen und Ergebnis prüfen
Trennen Sie zuerst Vertragswerte von Annahmen. Darlehensbetrag, bereits vereinbarter Sollzins, Auszahlung und Gebühren lassen sich aus Unterlagen übernehmen. Künftige Zinsen, Wertentwicklung, Inflation und Kosten sind Szenarien. Speichern Sie deshalb nicht nur das Ergebnis, sondern auch Eingaben, Datum und Einheit. Ein Jahreszins, ein monatlicher Bereitstellungszins und ein Prozentpunkt sind drei verschiedene Größen.
Rechnen Sie anschließend mindestens drei Varianten. Die mittlere Variante bildet Ihre Erwartung ab. Eine ungünstige Variante erhöht Finanzierungskosten beziehungsweise senkt Rendite und Wertentwicklung. Eine günstige Variante zeigt die mögliche Bandbreite, darf aber keine Entscheidung allein tragen. Ändern Sie jeweils nur einen Wert. So erkennen Sie, ob Zins, Laufzeit, Rate, Eigenkapital oder Kosten das Ergebnis treibt.
Kontrollieren Sie die Zwischenwerte. Bei einem Darlehen müssen Zins und Tilgung zusammen zur Rate passen; die Restschuld muss mit jeder wirksamen Tilgung sinken. Bei einer Anlage muss der Endwert in Einzahlungen und Ertrag zerlegbar sein. Bei einem Immobilienbudget müssen Kaufpreis, Nebenkosten, Eigenkapital und Darlehen dieselbe Gesamtsumme ergeben. Ein plausibler Endbetrag kann trotzdem falsch sein, wenn eine Position doppelt oder in der falschen Periode angesetzt wurde.
Vergleichen Sie Angebote auf derselben Basis. Der gebundene Sollzins reicht nicht, wenn verpflichtende Kosten, Auszahlungskurs oder abweichende Zahlungszeitpunkte bestehen. Die Preisangabenverordnung verlangt für Verbraucherdarlehen einen effektiven Jahreszins nach den gesetzlichen Zahlungsannahmen. Für Ihre Haushaltsplanung zählt zusätzlich die Eurobelastung, die auch bei einer ungünstigen Entwicklung tragbar bleiben muss.
Prüfen Sie vor Vertragsschluss die Originalunterlagen: Europäisches Standardisiertes Merkblatt, Darlehensvertrag, Tilgungsplan, Preisverzeichnis und gegebenenfalls Grundbuch- oder Bausparunterlagen. Die hier verlinkten Gesetze und Behörden erklären den allgemeinen Rahmen. Individuelle Bonität, bankinterne Bewertung und vertragliche Sonderregeln können nicht aus einem Onlineformular abgeleitet werden.
Ein Rechner ist besonders nützlich, wenn er eine konkrete Frage beantwortet und seine Grenze sichtbar lässt. Nutzen Sie Entnahmeplan daher für die beschriebene Modellrechnung und wechseln Sie für angrenzende Fragen zu den verlinkten Rechnern. Wiederholen Sie die Rechnung, sobald sich Angebot, Einkommen, Objektwert oder Zeithorizont ändern. Bei einer langfristigen Verpflichtung ist eine aktualisierte Rechnung aussagekräftiger als ein alter gespeicherter Endbetrag.
Quellen für Vertrag und Vergleich
Die Quellen beantworten unterschiedliche Fragen. Das BGB regelt Vertrag, Kündigung und Verbraucherschutz; die PAngV legt Anforderungen an Preisangaben und Effektivzins fest. BaFin erklärt typische Produktmerkmale und Risiken. Statistiken beschreiben vergangene oder beobachtete Marktdaten, sind aber kein persönliches Kreditangebot und keine Renditeprognose. Öffnen Sie deshalb die Quelle, die zur konkreten Ergebniszeile gehört:
- § 20 EStG – Kapitalvermögen – Bundesministerium der Justiz
- § 32d EStG – besonderer Steuersatz – Bundesministerium der Justiz
- Geldanlage – Risiken – BaFin
Prüfen Sie den Stand der Quelle am Entscheidungstag. Eine gesetzliche Regel kann fortgelten, während Zinssätze und Produktbedingungen täglich wechseln. Der Rechner übernimmt keinen aktuellen Angebotszins. Frei eingegebene Prozentwerte bleiben Ihre Annahmen, auch wenn der Standardwert realistisch wirkt.
Passende Anschlussrechnungen
Finanzentscheidungen bestehen oft aus mehreren Teilfragen. Die folgenden Rechner halten diese Schritte getrennt, damit Eigenkapital, Darlehen, Rate, Restschuld und Rendite nicht in einer einzigen unprüfbaren Zahl verschwinden:
Flexible Ausgaben und schlechte Marktjahre
Teilen Sie Ruhestandsausgaben in festen Grundbedarf, flexible Wünsche und seltene große Zahlungen. Die Monatsrate sollte den Grundbedarf abbilden; Fahrzeug, Reise, Pflege oder Wohnungsanpassung gehören in Sonderfälle. Stellen Sie gesetzliche und betriebliche Rente zuerst gegenüber, damit nur die verbleibende Lücke aus Kapital entnommen wird.
Testen Sie niedrigere Anfangsentnahme, ausgesetzte Dynamik und einen Liquiditätstopf für mehrere Jahresausgaben. Starke Verluste am Anfang schaden besonders, weil danach weniger Kapital an Erholung teilnimmt. Stimmen Sie sichere und schwankende Anlagebausteine mit den Auszahlungsterminen ab, damit kurzfristiger Bedarf keinen Verkauf im ungünstigen Markt erzwingt.
Ihre Prüffragen für diese Rechnung
- Wie lange reicht mein Kapital? Das hängt von Startkapital, Entnahme, Dynamik, Rendite, Kosten und Steuern ab.
- Wann wird die Entnahme gebucht? Im Modell zu Monatsbeginn; danach wird das Restkapital verzinst.
- Ist die Rendite garantiert? Nein, sie ist ausschließlich eine gleichmäßige Benutzereingabe.
- Wie berücksichtige ich Inflation? Über eine jährliche Steigerung der Entnahme, mit mehreren Szenarien.
- Sind Steuern enthalten? Nein, weil Besteuerung von Einstandswerten, Ertragsarten und persönlichen Merkmalen abhängt.
- Was bedeutet unendliche Reichweite? Das Kapital ist innerhalb der gewählten Planungsdauer nicht aufgebraucht.
Ergebniszeilen in der richtigen Reihenfolge lesen
Beginnen Sie bei der Hauptausgabe des Entnahmeplan und gehen Sie danach zu den Zwischenwerten. Die vier Leitgrößen dieser Seite sind Takt: monatlich, Dynamik: jährlich, Rendite: eigene Annahme, Ausgabe: Reichweite. Prüfen Sie, ob jede davon zu Ihrer Fragestellung passt. Eine richtige Formel mit einer unpassenden Eingabe beantwortet eine andere Frage und kann trotzdem einen überzeugenden Eurobetrag ausgeben.
Übertragen Sie das Resultat anschließend in eine einfache Kontrollgleichung. Vermögenswerte minus Schulden ergeben Nettovermögen; Einnahmen minus Ausgaben ergeben den verfügbaren Monatsbetrag; Darlehen mal Jahreszinssatz ergibt näherungsweise den Zins des ersten Jahres. Diese Überschläge ersetzen die genaue Periodenrechnung nicht, decken aber vertauschte Einheiten, zusätzliche Nullen und doppelt erfasste Positionen schnell auf.
Testen Sie auch Grenzfälle. Ein Betrag von null kann zulässig sein, eine Laufzeit von null liefert dagegen häufig keine sinnvolle Jahresrechnung. Sehr hohe Zinsen oder negative Renditen zeigen, wo das Modell wirtschaftlich nicht mehr tragfähig ist. Wenn eine Rate den laufenden Zins nicht deckt, sinkt die Schuld nicht. Wenn Kosten den gesamten Endwert übersteigen, lässt sich keine normale positive Jahresrendite angeben.
Die angezeigten Centbeträge bedeuten Rechengenauigkeit innerhalb des Modells, nicht Sicherheit über die Zukunft. Runden Sie Vertragswerte nicht vorzeitig und vergleichen Sie Bankunterlagen mit derselben Zahlungsfrequenz. Bei abweichenden Ergebnissen suchen Sie die erste unterschiedliche Zwischenzeile; dort liegt meist der relevante Unterschied in Zeitraum, Basis oder Buchungstag. Notieren Sie diese Abweichung zusammen mit dem zugehörigen Vertragsabschnitt, damit Bank oder Beratung die konkrete Ursache gezielt prüfen kann.
Häufige Fragen
Wie lange reicht mein Kapital?
Wann wird die Entnahme gebucht?
Ist die Rendite garantiert?
Wie berücksichtige ich Inflation?
Sind Steuern enthalten?
Was bedeutet unendliche Reichweite?
Quellen & Rechtsgrundlagen
- § 20 EStG – Kapitalvermögen — Bundesministerium der Justiz · geprüft am 13. September 2026
- § 32d EStG – besonderer Steuersatz — Bundesministerium der Justiz · geprüft am 13. September 2026
- Geldanlage – Risiken — BaFin · geprüft am 13. September 2026
Konstante Rendite und Entnahmedynamik sind Szenarien; Marktfolge, Steuern und Kosten sind nicht vollständig abgebildet.
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