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Rechenstand 2026 · Quellen und Annahmen transparent

Deutscher Rechneramtlich gerechnet

Rentenlücke berechnen und die nötige Sparrate ermitteln

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem gewünschten Monatsbudget und den sicheren Netto-Einnahmen im Ruhestand. Der Rechner übersetzt diese Lücke in einen inflationsbereinigten Kapitalbedarf und eine monatliche Sparrate.

Zuletzt aktualisiert am 12. September 2026

Rechnung

Bedarf − Einnahmen

alle Werte in heutiger Kaufkraft

Inflation 2 %

−32,7 %

Kaufkraft nach 20 Jahren

Renteninformation

brutto

KV, PV und Steuer noch abziehen

Planung

3 Szenarien

vorsichtig, mittel und günstig

Bedarf und Einnahmen in heutigen Euro

Nutzen Sie den Nettowert aus dem Rentenrechner.

Zum Beispiel bereits feststehende Betriebsrente.

Zeitraum und Annahmen

Jahre
Jahre
%

Eigene Annahme vor Kosten und Steuern.

%

Eigene Annahme für die Kaufkraftrechnung.

Rendite-Szenarien

Tabelle kann seitlich verschoben werden.

Jeweils 2,0 % Inflation und 25 Jahre Entnahme.
Nominale RenditeReale RenditeKapitalbedarf heuteSparrate heute
0 %-1,96 %389 €2 €
2 %0,00 %300 €1 €
4 %1,96 %237 €1 €
6 %3,92 %192 €0 €

Alle Eingaben auf dieselbe Kaufkraft beziehen

Tragen Sie Monatsbudget und Nettorente in heutigen Euro ein. Der Rechner zieht die Inflation aus der Rendite heraus und verhindert so, dass heutige Bedarfe mit späteren Nominalbeträgen vermischt werden.

Monatliche Sparrate

0,36 €

für 1,00 € monatliche Lücke in heutiger Kaufkraft

Nettorente 60 %Sonstige Einnahmen 0 %Rentenlücke 40 %

Lücke heute

1 €

Lücke später

2 €

Reale Rendite

2,94 %

Kapitalziel

213 €

Gewünschtes Monatsbudget2,50 €
Erwartete Nettorente− 1,50 €
Sonstige sichere Einnahmen− 0,00 €
Monatliche Rentenlücke heute1,00 €
Lücke beim Rentenstart nominal1,64 €
Kapitalbedarf in heutigen Euro213,15 €

So nutzen Sie den Rechner

  1. 1Budget festlegenSchätzen Sie Ihre monatlichen Ausgaben im Ruhestand in heutigen Euro und tragen Sie Ihre erwartete Nettorente ein.
  2. 2Zeitraum bestimmenWählen Sie die Jahre bis zum Rentenbeginn und eine geplante Entnahmedauer, die auch ein langes Leben abdeckt.
  3. 3Rendite und Inflation trennenDer Rechner bildet aus beiden Annahmen die reale Rendite und berechnet daraus Kapitalbedarf und monatliche Sparrate.

Was ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist der Betrag, der Ihnen im Ruhestand jeden Monat zwischen gewünschtem Lebensstandard und sicheren Netto-Einnahmen fehlt. Die einfache Formel lautet: Monatsbudget − gesetzliche Nettorente − sichere weitere Einnahmen = Rentenlücke. Bei 2.500 € Bedarf, 1.500 € gesetzlicher Nettorente und 200 € sicherer Betriebsrente fehlen 800 € pro Monat.

Entscheidend ist das Wort netto. Die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung nennt Bruttobeträge. Davon gehen bei Pflichtmitgliedern der Krankenversicherung der Rentner Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie möglicherweise Einkommensteuer ab. Wer eine Bruttorente von 1.700 € ungeprüft als verfügbares Einkommen einsetzt, unterschätzt seine Lücke schnell um mehr als 200 € monatlich. Rechnen Sie den Ausgangswert zuerst mit dem Rentenrechner um.

Auch das gewünschte Budget braucht eine belastbare Grundlage. Listen Sie heutige Ausgaben auf und ändern Sie nur Posten, die im Ruhestand plausibel entfallen oder hinzukommen. Arbeitsweg und berufliche Kleidung können sinken; Gesundheitskosten, Freizeit und Unterstützung im Haushalt können steigen. Eine pauschale Ersatzquote von 70 oder 80 % des letzten Nettoeinkommens ist nur ein grober Startwert.

Beispiel: Das heutige Haushaltsnetto beträgt 3.200 €. Nach Abzug von 400 € Sparrate und 250 € Arbeitsweg bleiben 2.550 € laufender Bedarf. Erwartete Nettorente und Betriebsrente summieren sich auf 1.800 €. Die heutige Versorgungslücke beträgt damit 750 € monatlich oder 9.000 € jährlich.

Warum alle Beträge in heutigen Euro stehen müssen

Eine Rechnung wird unbrauchbar, sobald heutige Ausgaben mit nominalen Zukunftsbeträgen vermischt werden. Bei 2 % Inflation kostet ein Warenkorb von 2.500 € nach 20 Jahren rund 3.714 €. Gleichzeitig werden gesetzliche Renten und viele Einkommen voraussichtlich angepasst. Weil diese Anpassungen unbekannt sind, arbeitet der Rechner zunächst konsequent in heutiger Kaufkraft.

Zeitraum2.500 € Bedarf bei 2 % InflationKaufkraft von 2.500 €
10 Jahre3.047 €2.051 €
20 Jahre3.715 €1.682 €
25 Jahre4.102 €1.524 €
30 Jahre4.534 €1.380 €

Der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts misst die durchschnittliche Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs. Ihre persönliche Inflation kann davon abweichen: Wer im Alter einen größeren Anteil für Miete, Energie oder Gesundheit ausgibt, erlebt eine andere Teuerung als der Durchschnitt.

Der Rechner zeigt zusätzlich die nominale Lücke beim Rentenstart. Dieser Wert hilft, die Größenordnung künftiger Kontoauszüge zu verstehen. Für die Planung verwendet er jedoch die reale Rendite. Das schützt vor dem häufigsten Fehler in Vorsorgerechnungen: 5 % Anlagerendite anzusetzen, aber die Kaufkraftminderung vollständig auszublenden.

Reale Rendite statt Nominalrendite

Die reale Rendite ist die Rendite nach Inflation. Mathematisch gilt die Fisher-Näherung in exakter Form: (1 + Nominalrendite) ÷ (1 + Inflation) − 1. Bei 5 % nominaler Rendite und 2 % Inflation bleiben 2,94 % reale Rendite, nicht 3,00 %. Bei 2 % Rendite und 2 % Inflation ist die reale Rendite null.

Das Ergebnis vor Steuern und Kosten ist keine Renditezusage. Wertpapiere schwanken, Bankzinsen ändern sich, Produktkosten mindern die Anlage, und Steuern fallen je nach Anlageform und Freibeträgen an. Tragen Sie deshalb Ihre erwartete Rendite nach laufenden Produktkosten ein und rechnen Sie mindestens ein vorsichtiges Szenario.

Ein sinnvoller Vergleich nutzt zum Beispiel 0 %, 2 %, 4 % und 6 % Nominalrendite bei derselben Inflation. Der Rechner zeigt diese vier Fälle automatisch. Je höher die Renditeannahme, desto niedriger erscheinen Kapitalbedarf und Sparrate. Genau deshalb sollte eine finanzielle Entscheidung nicht am günstigsten Tabellenwert hängen.

Das Sequenzrisiko bleibt in einer konstanten Durchschnittsrendite unsichtbar. Starke Kursverluste zu Beginn der Entnahmephase können ein Depot schneller aufzehren, obwohl die langfristige Durchschnittsrendite später erreicht wird. Eine Liquiditätsreserve und eine flexible Entnahme können dieses Risiko senken; eine persönliche Anlageempfehlung liefert der Rechner nicht.

Kapitalbedarf für eine monatliche Entnahme

Der Kapitalbedarf ist nicht einfach Monatslücke × Lebenserwartung, wenn das verbleibende Kapital während der Rentenphase weiter verzinst wird. Der Rechner verwendet den Barwert einer monatlichen, nachschüssigen Entnahme mit der realen Rendite. Bei null realer Rendite gilt tatsächlich: 800 € × 12 × 25 Jahre = 240.000 €.

Bei einer positiven realen Rendite sinkt der anfängliche Kapitalbedarf, weil das noch nicht entnommene Geld Erträge liefert. Bei 2,94 % realer Jahresrendite benötigt eine 25-jährige monatliche Entnahme von 800 € rechnerisch rund 170.000 €. Das Ergebnis unterstellt eine gleichmäßige Verzinsung und eine vollständige Aufzehrung am Ende der gewählten Dauer.

Die Entnahmedauer ist damit eine der wichtigsten Eingaben. Wer mit 67 in Rente geht und 25 Jahre plant, deckt Zahlungen bis 92 ab. Eine Planung nur bis zur statistischen durchschnittlichen Lebenserwartung blendet das persönliche Langlebigkeitsrisiko aus. Für einen Sicherheitspuffer können Sie 30 oder 35 Jahre ansetzen oder einen gewünschten Restbetrag separat hinzurechnen.

Unregelmäßige große Ausgaben gehören nicht in die Monatslücke. Dachsanierung, neues Auto oder Pflegeumbau sollten als eigener Kapitaltopf eingeplant werden. So bleibt sichtbar, welcher Teil des Vermögens laufende Ausgaben deckt und welcher Teil als Reserve dient. Einen detaillierten Verlauf liefert später der Entnahmeplan-Rechner.

So entsteht die nötige monatliche Sparrate

Aus Kapitalziel, vorhandenem Kapital, realer Rendite und Jahren bis zur Rente berechnet der Rechner die konstante monatliche Sparrate. Vorhandenes Kapital wird dabei bis zum Rentenbeginn mit derselben realen Rendite fortgeschrieben. Reicht es bereits für das Ziel, ist die zusätzliche Sparrate null.

Beispiel: Die heutige Lücke beträgt 800 €, die Entnahmedauer 25 Jahre, bis zur Rente bleiben 25 Jahre. Bei 5 % Rendite und 2 % Inflation beträgt die reale Rendite 2,94 %. Der Kapitalbedarf liegt in heutiger Kaufkraft in der Größenordnung von 170.000 €. Aus 25.000 € Startkapital wird real mehr als 50.000 €; die verbleibende Differenz wird mit laufenden Monatsraten geschlossen.

Eine konstante Rate ist leicht vergleichbar, aber nicht zwingend optimal. Wer die Sparrate jährlich mit dem Einkommen erhöht, kann heute niedriger starten. Umgekehrt können Erwerbsunterbrechungen, Teilzeit oder vorgezogener Ruhestand die Lücke vergrößern. Prüfen Sie die Rechnung deshalb nach jeder neuen Renteninformation und nach größeren Änderungen bei Einkommen oder Familie.

Nutzen Sie für Wertpapiere keine Rendite, die nur besonders gute historische Jahre abbildet. Produktkosten, Abgeltungsteuer und ein Sicherheitsabschlag gehören in die Annahme. Beim ETF-Sparplan-Rechner lassen sich Einzahlungen und Wertentwicklung getrennt betrachten.

Welche Einnahmen in die Rechnung gehören

Als sichere Einnahmen zählen nur Beträge, die mit hinreichender Verlässlichkeit erwartet werden können: gesetzliche Nettorente, bereits erworbene Betriebsrentenansprüche, vertraglich garantierte private Renten und dauerhaft verfügbare Mieteinnahmen nach Kosten und Rücklagen. Eine erwartete Aktienrendite ist keine sichere Monatseinnahme; sie steckt bereits in der Renditeannahme des Kapitals.

Bei Betriebsrenten müssen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie die nachgelagerte Besteuerung berücksichtigt werden. Bei Mieteinnahmen zählen nicht die Bruttomieten, sondern der Betrag nach Instandhaltung, Leerstand, Verwaltung und Steuer. Eine selbst genutzte abbezahlte Immobilie erzeugt keine Einnahme, kann aber den benötigten Wohnkostenanteil senken.

Ansprüche von Ehepartnern sollten zuerst getrennt und dann auf Haushaltsebene betrachtet werden. Stirbt eine Person, fallen Teile der eigenen oder abgeleiteten Renten weg, während viele Haushaltskosten bleiben. Hinterbliebenenrenten werden zudem mit eigenem Einkommen verrechnet. Ein einziger optimistischer Haushaltswert verdeckt dieses Risiko.

Die Rentenlücke ist deshalb kein einmal feststehender Bescheid, sondern eine Planungsgröße. Aktualisieren Sie Nettorente, Bedarf, Vermögen und Zeitraum mindestens jährlich. Das Datum der verwendeten Renteninformation gehört zur Rechnung, ebenso der Stand von Rentenwert, Sozialbeiträgen und Steuerrecht.

Dokumentieren Sie zu jedem Szenario die Annahmen. Beispiel: Rentenbeginn 2051, 25 Jahre Entnahme, 5 % Rendite vor Steuern und 2 % Inflation. Ändert sich später nur eine Größe, erkennen Sie deren Wirkung sofort. Ohne diese Dokumentation sieht eine veränderte Sparrate wie ein Rechenfehler aus, obwohl meist ein anderer Zeitraum, ein aktualisierter Rentenbetrag oder eine neue Inflationsannahme dahintersteht.

Planen Sie außerdem einen getrennten Liquiditätspuffer. Wenn eine Reparatur oder eine Pflegeausgabe aus dem für die Monatsentnahme vorgesehenen Kapital bezahlt wird, sinkt die mögliche Entnahme dauerhaft. Drei bis zwölf Monatsausgaben als kurzfristig verfügbarer Puffer sind eine persönliche Annahme, keine gesetzliche Vorgabe; die passende Höhe hängt von Immobilie, Versicherungen und weiteren Risiken ab.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Rentenlücke?
Ziehen Sie von Ihrem gewünschten Monatsbudget die erwartete gesetzliche Nettorente und weitere sichere Nettoeinnahmen ab. Alle Beträge müssen dieselbe Kaufkraft und denselben Personen- oder Haushaltsbezug haben.
Wie hoch sollte das Einkommen im Ruhestand sein?
Eine feste Quote gibt es nicht. Ermitteln Sie Ihr individuelles Budget aus heutigen Ausgaben und passen Sie entfallende Arbeitskosten, zusätzliche Freizeit-, Wohn- und Gesundheitskosten an.
Warum reicht der Betrag aus der Renteninformation nicht?
Die Renteninformation nennt Bruttorenten. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie mögliche Einkommensteuer müssen noch abgezogen werden.
Wie wird Inflation bei der Rentenlücke berücksichtigt?
Der Rechner führt Bedarf und Einnahmen in heutigen Euro und zieht die Inflation rechnerisch aus der Nominalrendite heraus. Zusätzlich zeigt er die nominale Monatslücke beim Rentenbeginn.
Welchen Zeitraum sollte man für die Rente planen?
Die Dauer muss das persönliche Langlebigkeitsrisiko abdecken. Bei Rentenbeginn mit 67 reichen 25 Jahre bis 92; ein längerer Zeitraum erhöht den benötigten Kapitalpuffer.
Welche Rendite soll ich annehmen?
Nutzen Sie mehrere Szenarien und eine Rendite nach Produktkosten. Der Rechner zeigt 0, 2, 4 und 6 % nominal; keiner dieser Werte ist eine Prognose oder Zusage.
Wie oft sollte ich die Rentenlücke neu berechnen?
Mindestens nach jeder neuen Renteninformation sowie nach größeren Änderungen bei Einkommen, Beschäftigung, Familie, Wohnsituation oder vorhandenem Vermögen.

Quellen & Rechtsgrundlagen

  • § 64 SGB VI – RentenformelBundesministerium der Justiz · geprüft am 12. September 2026Gesetzliche Berechnung der Monatsrente.
  • RenteninformationDeutsche Rentenversicherung · geprüft am 12. September 2026Inhalt und Einordnung der jährlichen Renteninformation.
  • VerbraucherpreisindexStatistisches Bundesamt · geprüft am 12. September 2026Amtliche Messung der Preisentwicklung und Inflation.
  • § 22 EStG – Besteuerung von RentenBundesministerium der Justiz · geprüft am 12. September 2026Steuerpflichtiger Anteil gesetzlicher Renten.

Die Ergebnisse dieses Rechners sind unverbindlich und ersetzen keine individuelle Beratung. Rechenstand 2026.

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