Stromkosten-Rechner: Arbeitspreis und Grundpreis
Vergleichen Sie zwei Stromtarife für denselben Jahresverbrauch. Das Tool multipliziert Kilowattstunden mit dem jeweiligen Arbeitspreis, addiert den Grundpreis und zeigt Jahreskosten, Monatswert und Differenz.
Zuletzt aktualisiert am 13. September 2026
Arbeitspreis
ct/kWh
Grundpreis
€/Jahr
Vergleich
2 Tarife
Preise
Ihre Eingaben
Günstiger im Szenario
Tarif B
45,00 € Unterschied pro Jahr
Tarif A pro Jahr
1.270,00 €
Tarif B pro Jahr
1.225,00 €
Tarif A monatlich
105,83 €
Verbrauch
3.500 kWh
So nutzen Sie den Rechner
- 1Jahresverbrauch übernehmenNutzen Sie einen vollständigen Abrechnungswert oder ein dokumentiertes Szenario.
- 2Tarif A erfassenTragen Sie Arbeits- und Jahresgrundpreis ein.
- 3Tarif B erfassenNutzen Sie denselben Verbrauch und Zeitraum.
- 4Vertragsteile ergänzenPrüfen Sie Bonus, Garantie, Laufzeit und Messentgelt außerhalb der Grundformel.
Wie werden Stromkosten berechnet?
Jahresverbrauch mal Arbeitspreis in Cent geteilt durch 100 ergibt den variablen Eurobetrag. Dazu kommt der Jahresgrundpreis. Bei 3.500 kWh, 32 ct/kWh und 150 Euro Grundpreis kostet Tarif A 1.270 Euro im Jahr.
Tarif B mit 29 ct/kWh und 210 Euro Grundpreis kostet 1.225 Euro. Trotz 60 Euro höherem Grundpreis ist er in diesem Szenario 45 Euro günstiger, weil der Verbrauchsvorteil 105 Euro beträgt.
Arbeitspreis gegen Grundpreis
Die Bundesnetzagentur beschreibt den Arbeitspreis als verbrauchsabhängigen Centbetrag. Der Grundpreis fällt fest an. Bei niedrigem Verbrauch wiegt daher ein niedriger Grundpreis stärker; bei hohem Verbrauch dominiert zunehmend der Arbeitspreis.
| Tarif | Arbeitspreis | Grundpreis | 3.500 kWh |
|---|---|---|---|
| A | 32 ct/kWh | 150 €/Jahr | 1.270 € |
| B | 29 ct/kWh | 210 €/Jahr | 1.225 € |
Die Werte sind das Rechenbeispiel des Tools und keine Marktangebote.
Bonus und Preisgarantie vergleichen
Ein einmaliger Bonus senkt nur das erste Vertragsjahr und kann von Belieferungsdauer oder Zahlungsstatus abhängen. Stellen Sie Erstjahr und Folgejahr getrennt dar. Ein Sofortbonus und ein nach zwölf Monaten fälliger Bonus haben außerdem unterschiedliche Zahlungszeitpunkte.
Lesen Sie, welche Bestandteile eine Preisgarantie umfasst. Netzentgelte, Steuern, Abgaben oder gesetzliche Umlagen können ausgenommen sein. Der Rechner enthält Bonus und Garantie nicht, damit der Grundvergleich nachvollziehbar bleibt.
Dynamische Tarife und Photovoltaik
Ein dynamischer Tarif hat zeitabhängige Arbeitspreise. Jahresverbrauch mal Durchschnittspreis ist nur korrekt, wenn der Durchschnitt mit Ihrem Lastprofil gewichtet ist. Für einen vollständigen Vergleich werden Messintervalle und Preise je Intervall benötigt.
Bei Photovoltaik zählt der Netzbezug statt des gesamten Haushaltsverbrauchs. Eigenverbrauch senkt die eingekaufte Menge. Modellieren Sie Erzeugung und Eigenverbrauch im Photovoltaik-Rechner, bevor Sie den Lieferpreis anwenden.
Stromrechnung prüfen
Vergleichen Sie Zählernummer, Anfangs- und Endstand, Verbrauch, Preiszeiträume, Grundpreis, Zahlungen und Umsatzsteuer. Bei Preisänderungen reicht ein einziger Jahresarbeitspreis nicht. Schätzwerte sollten als solche ausgewiesen und mit einer Ablesung abgeglichen werden.
Das Tool berechnet keine gesetzlich vorgegebene Vorauszahlung. Der Monatswert ist nur Jahreskosten durch zwölf. Geräteverbrauch können Sie im Stromverbrauch-Rechner separat plausibilisieren.
Stromkosten: Eingaben, Quellen und Grenzen prüfen
Übernehmen Sie Zählerstände, Mengen, Flächen und Preise aus Unterlagen mit demselben Abrechnungszeitraum. Trennen Sie Euro pro Jahr, Euro pro Monat, Cent pro Kilowattstunde, Kilowattstunden und Kubikmeter. Ein Faktor ohne Einheit darf erst eingesetzt werden, wenn Herkunft und Bezugsgröße feststehen. Speichern Sie Eingaben und Datum zusammen mit dem Ergebnis.
Rechnen Sie mindestens drei Szenarien. Das Basisszenario verwendet Vertrag oder Messung. Ein sparsames Szenario senkt Verbrauch beziehungsweise verbessert Ertrag oder Effizienz. Ein Belastungsszenario erhöht Tarif und Verbrauch oder senkt Anlagenleistung. Ändern Sie zunächst nur eine Eingabe; dadurch wird sichtbar, welche Annahme den Eurobetrag treibt.
Kontrollieren Sie die Rechnung mit einer Überschlagsformel: Verbrauch mal Arbeitspreis plus Grundpreis ergibt Jahreskosten. Leistung mal Zeit ergibt Energie. Nutzwärme geteilt durch Effizienz ergibt benötigte Endenergie. Fläche mal Kennwert ergibt Jahresenergie. Weicht dieser Überschlag stark ab, prüfen Sie zuerst Cent/Euro, Monat/Jahr und Quadratmeter/Gesamtfläche.
Tarife, Klima, Nutzerverhalten, Anlagenwirkungsgrad, spezifischer Solarertrag, Degradation und Herstellerangaben können sich ändern. Der Rechner ruft keine Angebote ab. Jede solche Größe bleibt eine sichtbare Benutzereingabe; selbst plausible Vorbelegungen sind kein aktueller Marktpreis und keine zugesicherte Anlagenleistung.
Zwei Tarife auf gleicher Basis vergleichen
Multiplizieren Sie denselben Jahresverbrauch mit beiden Arbeitspreisen und addieren Sie den jeweiligen Jahresgrundpreis. Der niedrigere Arbeitspreis gewinnt nicht automatisch: Bei kleinem Verbrauch kann ein hoher Grundpreis den Vorteil übersteigen. Der Schnittpunkt liegt dort, wo die Grundpreisdifferenz durch die Arbeitspreisdifferenz ausgeglichen wird.
Prüfen Sie Laufzeit, Kündigung, Preisgarantie, Bonus, Mindestabnahme und Messstellenentgelt. Dynamische Tarife benötigen zeitaufgelöste Preise und Verbrauchswerte; ein einzelner Arbeitspreis bildet sie nicht ab. Bei Photovoltaik zählt für den Liefervertrag nur Netzbezug, während der Messstellenbetrieb je nach Ausstattung gesondert berechnet werden kann.
Amtliche und fachliche Quellen
Gesetze bestimmen Abrechnung, Klassen oder Förderung; sie liefern nicht automatisch Ihren Verbrauch oder Tarif. Öffnen Sie die Quelle zur betroffenen Ergebniszeile und prüfen Sie den geltenden Stand:
- Bundesnetzagentur – Arbeitspreis Energie – Bundesnetzagentur
- StromGVV – Grundversorgung Strom – Bundesministerium der Justiz
- EnWG § 40 – Inhalt von Energierechnungen – Bundesministerium der Justiz
Passende Anschlussrechnungen
Trennen Sie Verbrauch, Preis, Gebäude und Technik in einzelne Schritte. Dazu passen:
Prüffragen
- Wie berechne ich Stromkosten aus kWh? Verbrauch mal Arbeitspreis in Cent geteilt durch 100 plus Grundpreis.
- Was ist der Arbeitspreis? Der verbrauchsabhängige Preis je Kilowattstunde.
- Was ist der Grundpreis? Ein fester Tarifbetrag, meist pro Monat oder Jahr angegeben.
- Welcher Tarif ist bei wenig Verbrauch besser? Das hängt vom Verhältnis aus Grundpreis und Arbeitspreis ab; vergleichen Sie mit demselben Verbrauch.
- Sind Boni enthalten? Nein, weil Voraussetzungen und Fälligkeit vertragsabhängig sind.
- Verwendet der Rechner aktuelle Strompreise? Nein, beide Tarife stammen ausschließlich aus Ihren Eingaben.
- Wann lohnt sich der niedrigere Arbeitspreis? Wenn die Verbrauchsersparnis einen gegebenenfalls höheren Grundpreis übersteigt.
- Kann das Tool dynamische Tarife abbilden? Nicht vollständig; dafür braucht es Zeitreihen von Preis und Verbrauch.
Die vier Leitwerte dieser Rechnung sind Arbeitspreis: ct/kWh, Grundpreis: €/Jahr, Vergleich: 2 Tarife, Preise: Ihre Eingaben. Eine Nachkommastelle erhöht die Rechengenauigkeit innerhalb des Modells, aber nicht die Sicherheit der Eingabe. Bei Vertrags-, Förder- oder Abrechnungsfragen sind Rechnung, Preisblatt, Bescheid und gesetzlicher Einzelfall maßgeblich.
Stromkosten: Entscheidung und Unterlagen
Beginnen Sie mit dem Dokument, das die Eingabe belegt: Zählerfoto, Jahresrechnung, Preisblatt, Energieausweis, Bauvertrag, Angebot oder Förderbescheid. Markieren Sie Zeitraum, Einheit und Brutto-/Nettobasis. Erst danach übertragen Sie den Wert. Diese Reihenfolge verhindert, dass eine plausible Vorbelegung unbemerkt als Vertragswert weitergerechnet wird.
Prüfen Sie Zwischenwerte, bevor Sie die Hauptausgabe verwenden. Eine richtige Formel mit einer unpassenden Fläche, einem falschen Zeitraum oder einem Netto-/Bruttopreis beantwortet eine andere Frage und kann trotzdem plausibel aussehen. Runden Sie erst die Ausgabe, soweit das Gesetz nicht ausdrücklich eine frühere Rundung verlangt.
Schnittpunkt der Tarife
Teilen Sie die Grundpreisdifferenz in Euro mal 100 durch die Arbeitspreisdifferenz in Cent. Bei 60 Euro höherem Grundpreis und 3 ct/kWh niedrigerem Arbeitspreis liegt der Schnittpunkt bei 2.000 kWh. Oberhalb gleicht der Arbeitspreisvorteil den höheren Grundpreis aus; unterhalb kann der Tarif mit niedrigerem Grundpreis günstiger sein.
Das gilt nur für lineare Tarife. Bonus, Pakete, Mindestabnahme und dynamische Preise verändern die Funktion. Prüfen Sie, ob Angaben monatlich oder jährlich und brutto oder netto sind. Rechnen Sie Erst- und Folgejahr getrennt, wenn ein Bonus nur einmal anfällt.
Mehrere Zählpunkte
Photovoltaik, Wärmepumpe oder Elektroauto können getrennte Zähler und Tarife nutzen. Berechnen Sie jeden Zählpunkt einzeln und addieren Sie danach. Grund- und Messpreise können mehrfach entstehen. Bei dynamischen Tarifen benötigen Sie zeitaufgelöste Preise und Lastwerte; ein einzelner Jahresarbeitspreis reicht nicht.
Rechnung und Vergleich dokumentieren
Speichern Sie Preisblatt, Vertragsbeginn, Kündigungsfrist und Zählerstand zusammen mit der Berechnung. Prüfen Sie, ob der Grundpreis den Messstellenbetrieb umfasst oder ein gesonderter Betrag hinzukommt. Bei Haushalten mit Eigenerzeugung darf nur der erwartete Netzbezug als Liefermenge eingehen; ein höherer Gesamtverbrauch aus Eigenstrom wird sonst doppelt bepreist.
Rechnen Sie nach einem Jahr mit der tatsächlichen Menge erneut. War Tarif A nur wegen eines hohen angenommenen Verbrauchs günstiger, kann eine Sparmaßnahme den Vergleich drehen. Für Abschläge verteilen Sie die erwarteten Jahreskosten auf Zahltermine, ohne die Abschlagssumme als eigene Kostenposition zu addieren.
Unterjährige Preisänderungen
Teilen Sie das Jahr am Änderungsdatum und rechnen Sie jeden Abschnitt mit seinem Preis. Liegt keine Ablesung vor, prüfen Sie die verwendete zeitliche oder standardisierte Mengenaufteilung. Der Grundpreis wird zeitanteilig angesetzt. Addieren Sie anschließend beide Abschnitte und ziehen Sie Zahlungen ab. Der Zwei-Tarif-Rechner kann dafür nacheinander verwendet werden; ein gemischter Durchschnittspreis verdeckt sonst, welche Periode die Mehrkosten verursacht.
Bewahren Sie Ergebnis und Eingaben gemeinsam auf. Wiederholen Sie die Rechnung, sobald sich Verbrauch, Preis, Fläche, Technik oder Rechtslage ändert. Bei einer Abweichung suchen Sie die erste unterschiedliche Zwischenzeile; dort liegt meist der relevante Unterschied in Einheit, Zeitraum, Bezugsfläche oder Verteilerschlüssel. Notieren Sie bei jeder Aktualisierung auch den früheren Wert; so bleibt erkennbar, ob sich die Eingabe oder nur die Darstellung geändert hat. Prüfen Sie außerdem, ob die Unterlagen ein Schaltjahr, Rumpfjahr oder einen vollständigen Zwölfmonatszeitraum abbilden.
Häufige Fragen
Wie berechne ich Stromkosten aus kWh?
Was ist der Arbeitspreis?
Was ist der Grundpreis?
Welcher Tarif ist bei wenig Verbrauch besser?
Sind Boni enthalten?
Verwendet der Rechner aktuelle Strompreise?
Wann lohnt sich der niedrigere Arbeitspreis?
Kann das Tool dynamische Tarife abbilden?
Quellen & Rechtsgrundlagen
- Bundesnetzagentur – Arbeitspreis Energie — Bundesnetzagentur
- StromGVV – Grundversorgung Strom — Bundesministerium der Justiz
- EnWG § 40 – Inhalt von Energierechnungen — Bundesministerium der Justiz
Tarife sind Benutzereingaben; Bonus, dynamische Zeitpreise, Preisänderungen, Messentgelt und Vertragsbedingungen werden nicht automatisch bewertet.
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