Dispo-Rechner: Überziehungszinsen nach Tagen
Berechnen Sie lineare Sollzinsen für einen gleichbleibenden Überziehungsbetrag über eine eingegebene Tageszahl. Zinssatz, Tagebasis und zusätzliche Gebühren stammen aus Ihren Kontounterlagen.
Zuletzt aktualisiert am 13. September 2026
Formel
Saldo × Zins × Tage
Zins
Ihre Eingabe
Tagebasis
editierbar
Saldo
vereinfachtes Mittel
Dispozinsen und Gebühren
23,12 €
23,12 € reine Sollzinsen
Überziehung
1.500,00 €
Sollzins-Eingabe
12,50 %
Zinstage / Jahrestagebasis
45 / 365 Tage
Rückzahlungsbetrag
1.523,12 €
So nutzen Sie den Rechner
- 1Sollsaldo bestimmenNutzen Sie bei Schwankungen einen Abschnitt oder belastbaren Durchschnitt.
- 2Zinssatz übernehmenLesen Sie den gültigen Sollzins aus Preisverzeichnis oder Kontoauszug.
- 3Tage erfassenZählen Sie den tatsächlichen Überziehungszeitraum.
- 4Gebühren ergänzenAddieren Sie nur tatsächlich anfallende separate Entgelte.
Wie werden Dispozinsen berechnet?
Die einfache Näherung multipliziert Sollsaldo, Jahreszinssatz und Tage und teilt durch 100 sowie die eingegebene Jahrestagebasis. Sie gilt für einen konstanten Saldo. Banken können taggenau mit jedem Kontostand rechnen.
Der Zinssatz ist keine Marktannahme des Tools. Übernehmen Sie den für Dispositionskredit oder geduldete Überziehung geltenden Satz aus Ihren Unterlagen.
Rechenbeispiel 45 Tage
1.500 Euro Überziehung zu 12,5 Prozent p.a. verursachen über 45 Tage auf 365-Tage-Basis rund 23,12 Euro. Eine zusätzliche Gebühr wird getrennt addiert.
Wechselt der Saldo nach 20 Tagen, teilen Sie die Rechnung in zwei Abschnitte. Ein einfacher Mittelwert kann bei großen Sprüngen abweichen.
Dispo und geduldete Überziehung
Ein eingeräumter Dispositionskredit hat einen vereinbarten Rahmen. Eine geduldete Überziehung liegt darüber oder ohne eingeräumten Rahmen und kann andere Konditionen haben. § 504 BGB enthält besondere Regeln für Verbraucherdarlehen in Form einer Überziehungsmöglichkeit.
| Wert | Quelle | Kontrolle |
|---|---|---|
| Sollsaldo | Kontoauszug | tageweise |
| Sollzins | Preisverzeichnis | gültiges Datum |
| Tagebasis | Abrechnungsmethode | nicht annehmen |
| Gebühr | Vertrag | separat |
Alternative Finanzierung vergleichen
Eine Ratenalternative muss über denselben Zeitraum, Betrag und Tilgungsverlauf verglichen werden. Ein niedriger Sollzins reicht nicht, wenn Abschlusskosten oder längere Laufzeit den Gesamtbetrag erhöhen.
Ein dauerhaft negativer Haushaltsüberschuss ist kein kurzfristiges Zinsproblem. Prüfen Sie Einnahmen und Ausgaben im Budget-Rechner und suchen Sie bei Zahlungsproblemen früh Beratung.
Dispo: Formel und Rechenbeispiel
Die lineare Näherung lautet Sollsaldo mal Jahreszinssatz mal Zinstage geteilt durch Jahrestagebasis. 1.500 Euro zu 12,5 Prozent für 45 Tage auf 365-Tage-Basis erzeugen rund 23,12 Euro. Gebühren werden separat addiert; wechselnde Tagessalden benötigen eine Tagesreihe.
| Prüfschritt | Frage | Fehlerquelle |
|---|---|---|
| 1 | Stimmen Zeitraum und Einheit? | Monat/Jahr, Cent/Euro |
| 2 | Ist die Bezugsgröße korrekt? | Umsatz statt Kosten |
| 3 | Ist der Wert belegt? | alte Gebühr oder Rate |
| 4 | Ist der Nenner positiv? | undefinierte Quote |
Rechnen Sie intern mit ungerundeten Zwischenwerten. Die Ausgabe rundet zur Lesbarkeit; Vertrag und Buchhaltung können eigene Rundungsregeln verwenden.
Dispo: Ergebnis einordnen
Übernehmen Sie Sollzins und Abrechnungsmethode aus Preisverzeichnis oder Kontoauszug. Ein Dispositionskredit und eine geduldete Überziehung können verschiedene Sätze haben. Bei wechselnden Salden berechnen Sie Zins je Tag oder Saldenabschnitt und addieren danach.
Der effektive Preis steigt, wenn feste Gebühren hinzukommen. Vergleichen Sie eine planbare Ratenalternative mit gleicher Laufzeit, Tilgung und Gesamtkosten. Der Rechner trifft keine Aussage über Kreditwürdigkeit oder Anspruch auf Umschuldung.
Tagessalden statt grobem Durchschnitt
Für eine genaue Kontrolle listen Sie jeden Zeitraum mit unverändertem Sollsaldo. Multiplizieren Sie Betrag, Jahreszins und Tage, teilen Sie durch die vereinbarte Tagebasis und addieren Sie Abschnitte. Ein Durchschnittssaldo ist nur gleichwertig, wenn er nach Tagen gewichtet wird. Der Mittelwert aus höchstem und niedrigstem Saldo kann stark abweichen.
Prüfen Sie Wertstellung und Buchungstag. Eine Zahlung kann sichtbar sein, aber zinsmäßig zu einem anderen Tag zählen. Zinssatzänderungen teilen die Rechnung ebenfalls. Nutzen Sie je Abschnitt den zum Datum ausgewiesenen Satz und dokumentieren Sie, ob der eingeräumte Rahmen überschritten wurde.
Dauerhafte Nutzung bewerten
Ein Dispo ist revolvierend: Eingänge reduzieren den Saldo, Ausgaben erhöhen ihn wieder. Die Einmalrechnung zeigt nicht, dass ein dauerhaft ausgeschöpfter Rahmen über viele Quartale Zinsen erzeugt. Rechnen Sie bei wiederkehrender Nutzung ein Jahr und stellen Sie den Betrag einer Tilgungsalternative gegenüber.
Gebühren müssen getrennt vom Sollzins bewertet werden. Ein fester Betrag erhöht die effektive Belastung besonders bei kleiner und kurzer Überziehung. PAngV-Effektivzins und einfache Tageszinsrechnung sind nicht dieselbe Methodik. Vergleichen Sie veröffentlichte Effektivangaben nur mit entsprechend berechneten Angeboten.
Ursache der Liquiditätslücke
Ordnen Sie die Überziehung einer Ursache zu: verschobener Geldeingang, einmalige Ausgabe oder strukturelle Monatslücke. Nur die erste kann sich ohne Budgetänderung erledigen. Planbare Jahreskosten brauchen Rücklagen, eine dauerhafte Lücke geringere Ausgaben, höhere nachhaltige Einnahmen oder geordnete Umschuldung.
Prüfen Sie außerdem Rückzahlung, Kreditrahmen und mögliche Kündigung. Das Tool berechnet Zinsen, aber keine Kreditentscheidung. Bei Zahlungsproblemen hilft frühzeitige Beratung mehr als eine isolierte Zinsoptimierung; neue Finanzierung sollte Gesamtkosten und tragbare Rate ausweisen.
Zinsabrechnung prüfen
Ordnen Sie dem Rechnungsabschluss jeden Sollzinszeitraum zu. Multiplizieren Sie taggewichtete Salden mit dem jeweils gültigen Satz. Kleine Differenzen können aus kaufmännischer Rundung oder Tagebasis entstehen; große Differenzen sprechen für fehlende Salden, einen anderen Zinssatz oder zusätzliche Überziehungsentgelte. Vergleichen Sie nicht nur den Endbetrag, sondern die Berechnungsbasis.
Bei einem positiven Guthabentag wird der Sollsaldo null; Guthabenzins ist eine andere Position. Das Tool akzeptiert nur einen nichtnegativen Überziehungsbetrag und saldiert keine Habenphasen. Teilen Sie gemischte Verläufe in Sollabschnitte und addieren Sie deren Kosten.
Rahmen und Rückführung planen
Ein eingeräumter Rahmen ist keine Zielgröße. Planen Sie ein Datum, an dem der Saldo wieder null erreicht, und verteilen Sie notwendige Rückführung auf Monate. Rechnen Sie Zinsen während der Tilgung mit sinkenden Salden; die konstante Betragsrechnung überschätzt oder unterschätzt sonst je nach Verlauf.
Vergleichen Sie eine Umschuldung nur mit realistischem Restverlauf. Ein Ratenkredit kann niedrigeren Zins haben, bindet aber an feste Raten und Laufzeit. Sondertilgung, Abschlusskosten und Restschuld gehören in den Vergleich. Zusätzlicher neuer Disporahmen nach Umschuldung kann die Gesamtverschuldung sogar erhöhen.
Information und Warnhinweise
Banken müssen Zinssätze und Bedingungen transparent mitteilen; die konkrete Pflicht hängt vom Produkt ab. Speichern Sie Preisverzeichnis und Änderungsmitteilung. Bei geduldeter Überziehung kann der Satz höher sein. Das Tool wählt keine Kondition und übernimmt keine Bundesbank-Durchschnittszinsen als persönliches Angebot.
Wenn wesentliche Zahlungen nicht mehr möglich sind, priorisieren Sie nicht einzelne Gläubiger ohne Überblick. Erstellen Sie Forderungsliste, Haushaltsplan und Terminübersicht. Anerkannte Schuldnerberatung kann rechtliche und soziale Optionen prüfen, die eine Zinsformel nicht abbildet.
Variable Zinsen als Szenario
Ein Dispozins kann sich während einer längeren Nutzung ändern. Teilen Sie dann die Laufzeit am Wirksamkeitsdatum und rechnen Sie beide Abschnitte mit dem jeweiligen Saldo und Satz. Für eine Vorschau sollten Sie zusätzlich einen höheren Zinssatz testen. Die Differenz in Euro zeigt, wie empfindlich Ihr Rückzahlungsplan ist. Ein veröffentlichter Durchschnittswert eignet sich zur Marktbeobachtung, ersetzt aber nicht den vertraglichen Satz Ihres Kontos.
Beachten Sie auch Zahlungseingänge innerhalb des Monats. Gehalt, Lastschriften und Kartenvormerkungen verändern den valutierten Saldo möglicherweise an unterschiedlichen Tagen. Für eine exakte Rekonstruktion benötigen Sie Wertstellungen aus dem Kontoauszug. Der einfache Rechner beantwortet dagegen eine klar abgegrenzte Frage: welche linearen Zinsen entstehen auf einem konstant angenommenen Sollbetrag während einer bestimmten Zahl von Zinstagen?
Rechnen Sie Basis-, Belastungs- und günstiges Szenario. Ändern Sie jeweils nur eine Annahme und notieren Sie die Auswirkung. Volatile Kurse, Gebühren, Zinsen, Multiples und Preise sind stets Benutzereingaben. Das Tool lädt keine Live-Marktdaten und behauptet keine aktuelle Kondition.
Speichern Sie Eingaben, Quelle und Zeitstempel gemeinsam. Ein Ergebnis mit vielen Nachkommastellen ist nur innerhalb der Formel präzise. Bei null oder negativem Nenner zeigt das Tool keine scheinbar gültige Prozentzahl. Prüfen Sie steuerliche, handelsrechtliche und vertragliche Folgen separat.
Quellen, Anschlussrechnungen und Prüffragen
Primärquellen bestimmen Rechtsrahmen und Definitionen; Anbieterquellen belegen ausschließlich ihre eigenen Bedingungen. Statistik- und Referenzkurse sind keine persönlichen Angebote. Prüfen Sie am Entscheidungstag die geltende Fassung.
- BGB § 504 – eingeräumte Überziehung – Bundesministerium der Justiz
- PAngV § 16 – effektiver Jahreszins – Bundesministerium der Justiz
- BaFin – Kredite und Überziehung – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Für angrenzende Teilfragen nutzen Sie:
Acht Fragen vor der Verwendung
- Wie berechne ich Dispozinsen pro Tag? Betrag mal Jahreszins geteilt durch 100 und Jahrestagebasis.
- Welcher Dispozins gilt? Der im Preisverzeichnis beziehungsweise Konto ausgewiesene Satz zum betreffenden Zeitraum.
- Was ist geduldete Überziehung? Eine Überziehung ohne oder oberhalb eines eingeräumten Kreditrahmens.
- Warum ist die Tagebasis editierbar? Die verwendete Zinsmethode ist den Vertrags- und Abrechnungsunterlagen zu entnehmen.
- Sind Zinseszinsen enthalten? Nein, das Modell rechnet linear für einen gleichbleibenden Betrag.
- Was mache ich bei wechselndem Saldo? Teilen Sie den Zeitraum in Abschnitte und addieren Sie die Einzelzinsen.
- Ist ein Ratenkredit immer günstiger? Nicht automatisch; vergleichen Sie Effektivzins, Gebühren, Laufzeit und Gesamtkosten.
- Nutzt das Tool aktuelle Bankzinsen? Nein, der Zinssatz ist ausschließlich Ihre Eingabe.
Übertragen Sie das Ergebnis in eine Kontrollgleichung und suchen Sie bei Abweichungen die erste andere Zwischenzeile. Dort liegt meist eine vertauschte Bezugsgröße, ein falsches Vorzeichen, ein anderer Zeitraum oder eine zusätzliche Gebühr. Eine rechnerische Szenariospanne ersetzt kein Angebot, keine Buchführung und kein Gutachten.
Archivieren Sie Preisblatt, Rechnung, Kontoauszug oder Bewertungsannahmen. Wiederholen Sie die Rechnung, sobald sich ein Eingabewert ändert. Gerade bei Wechselkursen, Kryptopreisen und Zahlungsgebühren kann schon ein anderer Zeitstempel ein anderes Ergebnis liefern.
Häufige Fragen
Wie berechne ich Dispozinsen pro Tag?
Welcher Dispozins gilt?
Was ist geduldete Überziehung?
Warum ist die Tagebasis editierbar?
Sind Zinseszinsen enthalten?
Was mache ich bei wechselndem Saldo?
Ist ein Ratenkredit immer günstiger?
Nutzt das Tool aktuelle Bankzinsen?
Quellen & Rechtsgrundlagen
- BGB § 504 – eingeräumte Überziehung — Bundesministerium der Justiz · geprüft am 13. September 2026
- PAngV § 16 – effektiver Jahreszins — Bundesministerium der Justiz · geprüft am 13. September 2026
- BaFin – Kredite und Überziehung — Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht · geprüft am 13. September 2026
Das lineare Modell ersetzt keine taggenaue Bankabrechnung und verwendet ausschließlich Ihren eingegebenen Zinssatz.
Passende Rechner
Mehr aus dieser Kategorie: Alle Rechner in Finanzen & Kredit