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Deckungsbeitrag-Rechner: Stückwert und Break-even

Ziehen Sie variable Stückkosten vom Netto-Verkaufspreis ab und prüfen Sie, wie viel zur Deckung der Fixkosten bleibt. Das Tool zeigt Stück- und Gesamtwert, DB-Quote, Betriebsergebnis und Break-even-Menge.

Zuletzt aktualisiert am 13. September 2026

DB I

Preis − variable Kosten

Break-even

Fixkosten ÷ DB

Basis

netto

Zeitraum

einheitlich

Stück
Preis und Kosten müssen netto und auf denselben Zeitraum bezogen sein. Bei einem Deckungsbeitrag von null oder darunter ist kein positiver Mengen-Break-even ableitbar.

Deckungsbeitrag gesamt

12.000,00 €

20,00 € je Stück

DB-Quote

40,0 %

Fixkosten

10.000,00 €

Betriebsergebnis

2.000,00 €

Break-even

500 Stück

So nutzen Sie den Rechner

  1. 1Nettoerlös erfassenNutzen Sie den realisierten Preis ohne Umsatzsteuer.
  2. 2Variable Kosten zuordnenErfassen Sie mengenabhängige Kosten je Stück.
  3. 3Fixkosten eingebenNutzen Sie denselben Analysezeitraum.
  4. 4Break-even prüfenRunden Sie nötige Stückzahlen auf ganze verkaufbare Einheiten auf.

Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag zeigt, welcher Nettoerlös nach variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten bleibt. Er ist keine handelsrechtliche Abschlussposition, sondern eine interne Steuerungsgröße.

Ein positiver Stückwert kann bei kleiner Menge trotzdem zu Verlust führen. Erst wenn der Gesamtdeckungsbeitrag die Fixkosten erreicht, liegt der rechnerische Break-even vor.

Beispiel mit 600 Stück

Bei 50 Euro Nettoerlös und 30 Euro variablen Kosten beträgt der Stückdeckungsbeitrag 20 Euro. 600 Stück liefern 12.000 Euro Gesamtdeckungsbeitrag. Nach 10.000 Euro Fixkosten bleiben 2.000 Euro.

Die Break-even-Menge beträgt 500 Stück. Da Bruchteile häufig nicht verkaufbar sind, wird für die Mindestmenge aufgerundet.

Kosten richtig klassifizieren

KostenBehandlungPrüffrage
Materialoft variabelsteigt je Stück?
Mieteoft fixbleibt im Bereich konstant?
ProvisionvariabelProzent vom Verkauf?
zusätzliche Schichtsprungfixab welcher Menge?

Die konkrete Zuordnung hängt vom Entscheidungshorizont ab.

Mehrere Produkte und Engpässe

Bei mehreren Produkten hängt der Gesamt-Break-even vom Absatzmix ab. Ändert sich der Mix, ändert sich der durchschnittliche Deckungsbeitrag. Ein Engpass verlangt zusätzlich Deckungsbeitrag je Engpasseinheit.

Rabatte, Retouren und Zahlungsgebühren reduzieren den realisierten Erlös. Nutzen Sie für Prozent- und Fixentgelte ergänzend den Gebühren-Rechner.

Deckungsbeitrag: Formel und Rechenbeispiel

Stückdeckungsbeitrag = Netto-Verkaufspreis minus variable Stückkosten. Gesamtdeckungsbeitrag = Stückwert mal Menge. Betriebsergebnis = Gesamtdeckungsbeitrag minus Fixkosten. Break-even-Menge = Fixkosten geteilt durch positiven Stückdeckungsbeitrag. Bei 50 Euro Preis, 30 Euro variablen Kosten und 10.000 Euro Fixkosten liegt sie bei 500 Stück.

PrüfschrittFrageFehlerquelle
1Stimmen Zeitraum und Einheit?Monat/Jahr, Cent/Euro
2Ist die Bezugsgröße korrekt?Umsatz statt Kosten
3Ist der Wert belegt?alte Gebühr oder Rate
4Ist der Nenner positiv?undefinierte Quote

Rechnen Sie intern mit ungerundeten Zwischenwerten. Die Ausgabe rundet zur Lesbarkeit; Vertrag und Buchhaltung können eigene Rundungsregeln verwenden.

Deckungsbeitrag: Ergebnis einordnen

Variable Kosten ändern sich mit der Menge; Fixkosten fallen im betrachteten Bereich unabhängig davon an. Personal, Energie oder Logistik können Mischkosten sein und müssen sachgerecht zerlegt werden. Bei mehreren Produkten genügt eine Stück-Break-even-Rechnung nur mit konstantem Absatzmix.

Rabatte, Retouren, Provisionen und Zahlungsgebühren mindern den realisierten Nettoerlös. Rechnen Sie Kapazitätsgrenzen und sprungfixe Kosten separat. Eine positive Deckung finanziert Fixkosten, ist aber noch kein Gewinn. Dokumentieren Sie Zeitraum und Netto-/Bruttobasis.

Variable Kosten vollständig erfassen

Material ist nur der Anfang. Verpackung, Versandzuschuss, leistungsabhängige Provision, Zahlungsgebühr, Lizenz je Nutzer, Ausschuss und Retourenbearbeitung können mit jeder Einheit steigen. Verwenden Sie Erwartungswerte: Wenn fünf von hundert Sendungen zusätzliche zehn Euro verursachen, sind das 0,50 Euro erwartete variable Kosten je verkauftem Stück.

Personal ist je nach Entscheidung fix, variabel oder sprungfix. Eine bestehende Schicht bleibt für kleine Zusatzmengen kurzfristig fix. Wird ab 1.000 Stück eine zweite Schicht nötig, springt der Kostenblock. Rechnen Sie jeden Kapazitätsbereich separat; eine lineare Break-even-Menge über die Sprungstelle ist unzuverlässig.

Preis und Absatz gemeinsam testen

Ein Rabatt senkt den Stückdeckungsbeitrag sofort. Damit die Fixkosten weiter gedeckt werden, muss die Menge steigen. Bei 20 Euro Stückbeitrag und 10.000 Euro Fixkosten genügen 500 Stück; fällt der Beitrag auf 15 Euro, sind mindestens 667 ganze Stück nötig. Prüfen Sie, ob Markt und Kapazität diese Menge tragen.

Bei mehreren Produkten hängt der Break-even vom Absatzmix ab. Verschiebt er sich zu Produkten mit niedrigem Beitrag, steigt die nötige Gesamtmenge. Bei einem Engpass teilen Sie den Stückbeitrag durch Maschinenminute, Kilogramm Rohstoff oder eine andere knappe Einheit; der höchste absolute Stückwert ist dann nicht automatisch die beste Priorität.

Vom Modell zur Ergebnisrechnung

Stimmen Sie Nettoerlöse und Kosten mit Buchhaltung und Verkaufsdaten ab. Erlösschmälerungen gehören vor die Deckungsrechnung. Fixkosten müssen denselben Zeitraum abbilden. Der errechnete Betrag enthält keine Steuern und kann vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss abweichen.

Testen Sie Absatz null, einen Preis gleich variablen Kosten und eine Menge knapp unter und über Break-even. Diese Grenzfälle zeigen, ob Kosten richtig zugeordnet sind. Dokumentieren Sie Kapazitätsbereich, Preisstufe und Absatzmix zusammen mit dem Ergebnis, damit die Kennzahl später reproduzierbar bleibt.

Auftragsbezogenen Deckungsbeitrag rechnen

Bei Dienstleistungen ersetzen Stunden oder Projekte die Stückzahl. Der Preis je Auftrag wird um direkt zurechenbare Fremdleistung, Reisekosten, Material und variable Verkaufsprovision gemindert. Arbeitszeit eigener Beschäftigter kann kurzfristig fix sein, wird bei Kapazitätsentscheidungen aber zur knappen Ressource. Berechnen Sie daher zusätzlich Deckungsbeitrag je Arbeitsstunde.

Bei Mindestbestellmengen und Staffelpreisen ändern sich variable Kosten stufenweise. Rechnen Sie jede Einkaufsstufe separat. Ein günstigerer Stückpreis hilft nicht, wenn unverkaufte Bestände Lager, Abschreibung oder Verderb verursachen. Der relevante Absatz ist die realistisch verkaufte, nicht die produzierte Menge.

Make-or-buy und Zusatzauftrag

Für einen Zusatzauftrag bei freier Kapazität sind vermeidbare Zusatzkosten entscheidend. Ein Preis unter Vollkosten kann kurzfristig positiven Deckungsbeitrag liefern, darf aber reguläre Verkäufe nicht verdrängen oder Preisniveau beschädigen. Bei ausgelasteter Kapazität gehören entgangene Beiträge anderer Aufträge als Opportunitätskosten dazu.

Beim Make-or-buy-Vergleich werden nur vermeidbare interne Fixkosten als Einsparung angesetzt. Eine Maschinenabschreibung bleibt möglicherweise bestehen. Listen Sie deshalb Kosten, die bei Fremdbezug tatsächlich wegfallen, und neue Lieferanten-, Qualitäts- sowie Logistikkosten. Das einfache Stückmodell kann diese Entscheidung nur vorbereiten.

Mehrstufige Deckungsbeiträge

Unternehmen bilden oft DB I nach variablen Produktkosten, danach weitere Stufen nach produkt-, bereichs- oder unternehmensfixen Kosten. Beschriften Sie jede Stufe. Ein Produkt kann DB I positiv sein und nach direkt zurechenbaren Fixkosten negativ. Die Entscheidung über Einstellung hängt zusätzlich von Vermeidbarkeit und Auswirkungen auf andere Produkte ab.

Stimmen Sie Mengen mit Absatzstatistik und Preise mit realisierten Nettoerlösen ab. Planwerte werden nach Periodenende durch Istwerte ersetzt. Abweichungen zerlegen Sie in Preis, Menge, Mix und Kosten. Diese Zerlegung liefert mehr Information als ein einzelner Gesamtdeckungsbeitrag.

Sortimentsentscheidung mit gemeinsamem Engpass

Wenn mehrere Produkte dieselbe knappe Maschine, Verkaufsfläche oder Facharbeitszeit benötigen, reicht der Deckungsbeitrag je Stück nicht. Teilen Sie den Stückdeckungsbeitrag durch die benötigte Engpasseinheit und ordnen Sie danach. Ein Produkt mit 40 Euro Beitrag und vier Maschinenstunden liefert zehn Euro je Stunde; ein Produkt mit 30 Euro und zwei Stunden liefert 15 Euro. Erst danach verteilen Sie die verfügbare Kapazität und prüfen Absatzgrenzen.

Die Rangfolge ist eine Planungsrechnung unter den gewählten Annahmen. Mindestmengen, Rüstzeiten, Vertragsbindungen und ein notwendiges Grundsortiment können sie verändern. Rechnen Sie außerdem, ob zusätzliche Kapazität gekauft werden kann: Ihr maximal vertretbarer Preis orientiert sich am dadurch zusätzlich erzielbaren Deckungsbeitrag. So verbindet die Rechnung Preis-, Produktions- und Beschaffungsentscheidungen, ohne Fixkosten fälschlich mehrfach auf einzelne Produkte zu verteilen.

Rechnen Sie Basis-, Belastungs- und günstiges Szenario. Ändern Sie jeweils nur eine Annahme und notieren Sie die Auswirkung. Volatile Kurse, Gebühren, Zinsen, Multiples und Preise sind stets Benutzereingaben. Das Tool lädt keine Live-Marktdaten und behauptet keine aktuelle Kondition.

Speichern Sie Eingaben, Quelle und Zeitstempel gemeinsam. Ein Ergebnis mit vielen Nachkommastellen ist nur innerhalb der Formel präzise. Bei null oder negativem Nenner zeigt das Tool keine scheinbar gültige Prozentzahl. Prüfen Sie steuerliche, handelsrechtliche und vertragliche Folgen separat.

Quellen, Anschlussrechnungen und Prüffragen

Primärquellen bestimmen Rechtsrahmen und Definitionen; Anbieterquellen belegen ausschließlich ihre eigenen Bedingungen. Statistik- und Referenzkurse sind keine persönlichen Angebote. Prüfen Sie am Entscheidungstag die geltende Fassung.

Für angrenzende Teilfragen nutzen Sie:

Acht Fragen vor der Verwendung

  • Wie berechnet man den Deckungsbeitrag? Netto-Verkaufspreis minus variable Kosten.
  • Wie berechnet man den Break-even? Fixkosten geteilt durch positiven Stückdeckungsbeitrag.
  • Was bedeutet DB-Quote? Stückdeckungsbeitrag geteilt durch Nettoerlös mal 100.
  • Ist Deckungsbeitrag Gewinn? Nein, erst nach Abzug der Fixkosten entsteht das vereinfachte Betriebsergebnis.
  • Was passiert bei negativem DB? Jede zusätzliche Einheit erhöht unter den Eingaben den Verlust; kein positiver Mengen-Break-even existiert.
  • Sind Personalkosten fix? Das hängt von Vertrag, Kapazität und Betrachtungszeitraum ab.
  • Wie rechne ich mehrere Produkte? Mit geplantem Absatzmix oder Deckungsbeitrag je Engpasseinheit.
  • Brutto oder netto? Für Unternehmensrechnungen werden Erlös und Kosten konsistent netto verwendet.

Übertragen Sie das Ergebnis in eine Kontrollgleichung und suchen Sie bei Abweichungen die erste andere Zwischenzeile. Dort liegt meist eine vertauschte Bezugsgröße, ein falsches Vorzeichen, ein anderer Zeitraum oder eine zusätzliche Gebühr. Eine rechnerische Szenariospanne ersetzt kein Angebot, keine Buchführung und kein Gutachten.

Archivieren Sie Preisblatt, Rechnung, Kontoauszug oder Bewertungsannahmen. Wiederholen Sie die Rechnung, sobald sich ein Eingabewert ändert. Gerade bei Wechselkursen, Kryptopreisen und Zahlungsgebühren kann schon ein anderer Zeitstempel ein anderes Ergebnis liefern.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?
Netto-Verkaufspreis minus variable Kosten.
Wie berechnet man den Break-even?
Fixkosten geteilt durch positiven Stückdeckungsbeitrag.
Was bedeutet DB-Quote?
Stückdeckungsbeitrag geteilt durch Nettoerlös mal 100.
Ist Deckungsbeitrag Gewinn?
Nein, erst nach Abzug der Fixkosten entsteht das vereinfachte Betriebsergebnis.
Was passiert bei negativem DB?
Jede zusätzliche Einheit erhöht unter den Eingaben den Verlust; kein positiver Mengen-Break-even existiert.
Sind Personalkosten fix?
Das hängt von Vertrag, Kapazität und Betrachtungszeitraum ab.
Wie rechne ich mehrere Produkte?
Mit geplantem Absatzmix oder Deckungsbeitrag je Engpasseinheit.
Brutto oder netto?
Für Unternehmensrechnungen werden Erlös und Kosten konsistent netto verwendet.

Quellen & Rechtsgrundlagen

Die interne Modellrechnung setzt lineare variable Kosten und konstante Fixkosten im gewählten Bereich voraus.

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